Schießriege



Nach der Generalversammlung 1961 setzten sich einige Schützenbrüder zusammen und beschlossen eine Schießriege zu gründen. Zwei alte Gewehre waren noch beim Verein vorhanden. Jetzt musste nur noch eine Möglichkeit gefunden werden um einen Schießstand aufzubauen. Der Wirt von der Gaststätte „An´n Schlagbaum“ gestattete uns im Winter und bei schlechtem Wetter auf dem Dachboden und im Sommer auf dem Hof zu schießen. Leider waren die Gewehre schon sehr alt, so dass man keine guten Ergebnisse erzielen konnte. Da das Schießen von einigen Mitgliedern sehr gut angenommen wurde, kaufte der Verein zwei neue Gewehre. 1963 wurde somit zum ersten Mal ein Pokalschießen durchgeführt. Geschossen wurde auf 12-er Scheiben. Da bei internen Wettkämpfen schon gute Ergebnisse erreicht wurden, wollte man an den Rundenwettkämpfen des Landesbezirks der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften teilnehmen. Da diese aber auf 10-er Scheiben durchgeführt wurden, trainierten wir ab sofort ebenfalls auf 10-er Scheiben. Im nächsten Jahr nahmen wir nun an den Rundenwettkämpfen mit zwei Mannschaften teil. Die Erfolge konnten sich sehen lassen. Schon im zweiten Jahr schoss die erste Riege in der „1. Kreisklasse“ mit guten Ergebnissen mit. Gleichzeitig wurde ab 1965 um den Titel des Vereinsmeisters geschossen. Schießschnüre und Leistungsnadeln vom BdHDS wurden ab 1969 ausgeschossen.




Mitte der 70iger Jahre bekamen wir die Möglichkeit auf dem Schießstand der Germania-Schützen auf dem Gelände des „Hof zur Geist“ zu üben. Dieses verdanken wir unserem ehemaligen Brudermeister
und LBZ-Bundesmeister Willi Knop. Auf diesem Schießstand standen uns drei Plätze für Luftgewehr und fünf Plätze für Kleinkaliber einmal wöchentlich ab 18.00 Uhr zur Verfügung. Während die Jungchützen mit dem Luftgewehr übten, schossen die Altschützen mit dem Kleinkaliber. Ab 20.00 Uhr stand dann der Luftgewehrstand für die Altschützen zur Verfügung. Nach einigen Jahren wurde der Schießstand stillgelegt und abgebrochen, da das Gelände anderweitig genutzt wurde



Die Jungschützen fanden für ein paar Jahre Unterschlupf bei den Schützen von St. Lamberti Mecklenbeck. Unter der Leitung von Wolfgang Bellmann wuchs die Jungschützenriege auf über 20 Jugendliche
an. Auch dieser Schießstand wurde aber bald stillgelegt. Für etwa zehn Jahre lag der Schießbetrieb still.



Im Jahr 1990 entdeckten die Pluggendorfer Schützen unter der Weseler Straße einen alten Bierkeller und bauten ihn als Schießanlage mit großzügigen Aufenthaltsräumen und drei Schießständen aus. Wir konnten einen Mietvertrag mit zwei Abenden im Monat zum Übungsschießen abschließen. Durch die großen Aufenthalts-möglichkeiten können wir auch unsere Pokal- und Medaillenschießen mit bis zu 50 Schützen dort durchführen.




Ein Auf und Ab wie auch im richtigen Leben hat bei den Johanni-Schützen auch die Schießabteilung erlebt. So wurden aus zwei Übungsabenden 3 Übungsabende, mangels Schießbegeisterter wieder 2 Übungsabende und seit vielen Jahren wird nur noch an einem Abend im Monat geübt.




Seit ca. 10 Jahren geht es dank Modernisierung der Schießsportgeräte (Gewehre und Zubehör) und verschiedener Anreize durch das Schießen auf Leistungsnadeln, Schützenschnüre und durch das erneute Einführen der Vereinsmeisterschaft ab 1998 wieder steil bergauf. So konnten ab 1999 sechs Vereinsmeistertitel vergeben werden, ca. 90 Leistungsnadeln ab 2002 vom BHDS errungen werden sowie 98 Schützenschnüre ab 1998 errungen oder erweitert werden, ohne erwähnen zu wollen das Erreichen von Leistungsnadeln, Schützenschnüren und Titeln bei Schießsportveranstaltungen vor 1990. Jedoch ist die 11malige Vereinsmeisterschaft im Jahre 1965 bis 1975 von unserem damaligen 1. Brudermeister und heutigem Ehrenbrudermeister Heinz Haverkamp erwähnenswert, abgelöst 1999 von unserem 1. Brudermeister Peter Schumacher, 2000 bis 2003 von unserem 1. Kassierer Werner Aselmann und 2004 von unserer 2. Schriftführerin Ulrike Aselmann.



Etliche Könige, die unter den kundigen Augen unseres Schießleiters Alfred Haverkamp in den letzten 40 Jahren den Vogel von der Stange geholt haben, wurden nicht nur mit Unterstützung der Schießabteilung gut vorbereitet in die weiteren Schießwettbewerbe geschickt und begleitet.



Hervorragende Ergebnisse bei Bezirksschießen, LBZ-Königs-Schießen, LBZ-Pokalschießen und in Vergleichskämpfen mit anderen Vereinen und Bruderschaften lassen schon erkennen, dass unser Übungsschießen immer beliebter wird. Bis zu 30 Schützen und Jungschützen (das aber eher die Ausnahme) nehmen pro Übungsabend mit mehr oder weniger Ehrgeiz teil. Hervorragende Ergebnisse aber auch ein großer Teil der Geselligkeit kommen
dort zusammen.



Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit bei unseren Schützenfreunden in Schwege auch wieder mit dem Kleinkalibergewehr zu üben. An einigen Samstagnachmittagen im Jahr nutzen wir diese Gelegenheit
sehr gerne.

Aber nicht nur Leistung und Ehrgeiz im Schießsport, sondern auch das Gesellige wird in der Schießabteilung gepflegt. So findet seit mehreren Jahren schon eine Schießabteilungsparty statt mit schon einem fast traditionellem Schinkenessen und einigen geselligen Spielen und schmackhaften Getränken aus teils originellen Gefäßen.




Werner Aselmann

Schießleiter Bruderschaft


Alfred Haverkamp

Schießleiter seit 1961


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